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Die “Folgen” extensiver Landwirtschaft sehen Sie auf den Bildern von unseren Weiden und Heuwiesen. Durch angepasste Nutzung bzw. Düngung wachsen hier  Silberdisteln, Thymian, Salbei, Traubenhyazinthen, Enzian und viele andere Kräuter bzw. Heilpflanzen  ( noch mehr Aufnahmen von Magerrasenflora auf der Sonnenalb finden Sie hier ).

 

Eine Grundlage der vielfältigen Flora und Fauna auf extensiv genutzten Weiden ist Mist, egal ob Pferdeäpfel, Kuhfladen oder Ziegenkot,  nach kurzer Zeit “wuselt das Leben”darunter. Aber auch “Tritte” von Weidetieren ermöglichen die Neuansiedlung weniger konkurrenzstarker Pflanzen.

Hier eine Stellungnahme des NABU zum Grünlandschutz durch extensiven Mutterkuhhaltung:

  Situation von Grünland und Grünlandschutz in Deutschland

In der vorliegenden Studie werden zunächst die Entwicklung, Beeinträchtigung und Perspektiven des artenreichen Grünlandes in Deutschland vorgestellt. Durch die Umwandlung in Ackerland, durch Bebauung und Aufforstung sowie in jüngster Zeit durch Nutzungsaufgabe gingen in den letzten Jahrzehnten immer mehr Grünlandflchen verloren. Entwässerung, übermäßige Düngung sowie die Neuansaat nach Umbruch oder Herbizideinsatz fhren zu einem kontinuierlichen Verlust der Artenvielfalt des Grünlandes. Dies hat auch negative Auswirkungen auf den Wasser-, Auen- und Klimaschutz. Der Bedarf der Milch und Rindfleisch produzierenden Landwirtschaft an immer nährstoffreicherem Grundfutter führte zur Steigerung der Mahdhäufigkeit, zu immer früheren Schnittzeitpunkten bei der Silagegewinnung sowie zur kontinuierlichen Steigerung des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Pflanzengesellschaften und der an das Gränland gebundenen Tierwelt. So stehen heute fast alle typischen Wiesenvogelarten auf der Roten Liste. Ihre Bestände und Bruterfolge gehen seit Jahren zum Teil drastisch zurück. Einige Arten wie Kampfläufer, Wachtelknig und Wiesenweihe sind akut vom Aussterben bedroht. Die früher übliche extensive Beweidung durch Rinder und Schafe, die zur Ausbildung nährstoffarmer, ökologisch bedeutsamer Magerrasen, Wacholderheiden und Orchideenwiesen führte, hat heute nahezu keine wirtschaftliche Bedeutung mehr. In immer mehr Regionen droht durch den Strukturwandel der Landwirtschaft und die sinkende Rentabilität extensiver Grünlandnutzung die Bewirtschaftung von Grünlandstandorten ganz aufgegeben zu werden. Ganzen Landschaften drohen Verbuschung und Waldsukzession, mit negativen Auswirkungen für den Tourismus und die Lebensqualität der Menschen. Ohne eine extensive landwirtschaftliche Nutzung wird die grünlandgeprägte Kulturlandschaft zum Pflegefall, deren Offenhaltung Staat und Kommunen viel Geld kosten werden. Die extensive Rinderhaltung, vor allem die Mutterkuhhaltung, stellt aus Sicht des NABU eine der wichtigsten, ökologisch verträglichen und wirtschaftlich sinnvollen Nutzungsformen des Grünlandes dar. Diese soll in Zukunft durch die verbesserte Vermarktung von naturschutzgerecht erzeugtem Rindfleisch auch für die Landwirtschaft attraktiver gemacht werden.

 

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